Weinwissen
Wusstet Ihr, dass wir so eine Art „United Nations“ in unserem 500-Seelen-Kaff in der Südpfalz haben? Wenn wir Touristen und Mitarbeitende gleichermaßen zählen, hatten wir in den letzten beiden Jahren über 50 Nationen bei uns auf dem Weingut zu Gast: Von der Chefköchin Matti aus Mexico über Yu aus Japan bis hin zu John aus Kenya … Kurz: Die große, weite Welt trifft sich im kleinen Weyher. Und darauf sind wir stolz.
Denn während das politische Umfeld um uns herum gefühlt ständig einseitiger und bigotter wird, sind wir bewusst international, bunt und vielseitig. Gerade als Arbeitgeber fühlen wir die Veranwortung für die Menschen um uns herum, ohne die wir als Weingut nicht existieren könnten. Die helfenden Hände unterstützen uns nicht nur...
Habt Ihr auch schon einmal an den Lippen eurer Oma oder eures Opas gehangen, als diese von ihren Erlebnissen berichteten? Wir haben uns diesen Sommer endlich mal wieder die Zeit genommen, unsere Großtante in der Schweiz zu besuchen, und da ist uns genau das passiert:
Liebliche Weine haben keinen guten Ruf – irgendwie verbinden alle damit einen dicken Schädel oder einen unausgebildeten Gaumen. Doch warum ist das eigentlich so?
Tatsächlich führt diese Beurteilung direkt auf den Schwierigkeitsgrad der Herstellung zurück, denn Zucker ist bekanntermaßen ein Geschmacksträger. Mit ein wenig mehr Restsüße kann man daher eine nicht ganz perfekte Qualität im Wein durchaus verschwinden lassen…
Eine der größten Herausforderungen unserer Zeit ist es, den Fokus von riesengroß auf winzigklein umzustellen: Vom 3l/Atlas Komet, der aus einer fernen Galaxie kommt und unser Sonnensystem in diesen Wochen durchquert, von der Revolution der Künstlichen Intelligenz, die ganze Branchen auf den Kopf stellt, von Demokratien, die erschreckend schwanken, bis hin zu „verdammt noch mal, wo habe ich meinen Schlüssel jetzt schon wieder hingelegt?“ – das alles strengt an und hinterlässt ein grummeliges Bauchgefühl.
Zwischen Überforderung und Desinformation ist das Leben in den letzten Monaten gefühlt anstrengender geworden. Was gibt uns Halt?
Unsere Weinproben vor Ort zeigen es immer wieder: Viele haben Angst vor Riesling. „So ein saures Zeug“ ist der Kommentar, den wir hören, wenn die Leute sich trauen, uns ihre Meinung ganz ehrlich zu sagen. Doch dann nehmen sie den ersten Schluck. Die Augen öffnen sich weit, die Augenbrauen wandern nach oben … und die Meinung ändert sich innerhalb von Sekunden grundlegend. Und wenn sie nach ein paar Stunden (fast) alle unsere gereiften, ausgewogenen, vielseitigen Lagenrieslinge erschmeckt haben, sind sie total begeistert.
Daher möchten wir euch heute einmal ein ganz besonderes Angebot machen: