Weinwissen
In Norddeutschland gibt es eine "grausame" Sitte, die sich Osterfeuer nennt. Bei Temperaturen knapp über Null wird man von vorn gebraten und von hinten tiefgekühlt, während man verzweifelt an einem faden Teigstück mit schwarzer Kruste knabbert, das als Stockbrot verherrlicht wird.
Nun, wir in Weyher habe auch eine grausame Sitte, die aber mehr Spaß macht: Die Gärrer. Nie gehört?
Es ist eine Pfälzer Tradition, die Hunderte von Jahren alt ist: Von Gründonnerstag bis zum frühen Ostermorgen (als ja bekanntlich Jesus auferstand) werden alle Kirchenglocken abgestellt. Nun war es allerdings bekanntermaßen so, dass die Glocke (außer der Sonne) die einzige Zeitorientierung bot, die man damals hatte. Damit die Pfälzer über die Osterfeiertage nicht völlig kopf- und zeitlos durch die Gegend rannten, kamen die Gärrer sozusagen als Glockenersatz! Sie machten mit einer hölzernen Ratsche Geräusche und riefen dabei laut die Uhrzeiten. Sie verkündeten auch, wann es Zeit war, zur Kirche zu gehen und wann man sich tunlichst zum Gebet zu begeben hatte.
Der Bundesehrenpreis ist die höchste Auszeichnung, die ein Lebensmittelbetrieb erhalten kann. Er wird seit 1951 jährlich vom Bundesministerium für Ernährung & Landwirtschaft vergeben. Die Ergebnisse der Qualitätsprüfungen durch die DLG (Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft) bilden dabei die Basis.
Wir vom Weingut Graf von Weyher haben in den letzten Jahren mehrere Sonderauszeichnungen erhalten, u.a. als 2. bester Jungwinzer (Peter Graf), für unsere Lagen-Rieslinge, für unseren Pionier der Nachhaltigkeit (Cabernet Blanc) und für die Beste Kollektion im Holzfass gereift. Doch dieses Jahr sind wir das erste Mal in der Gesamtbewertung auf dem Treppchen dabei und haben einen Bundesehrenpreis in Bronze erhalten! Damit gehören wir zu den 18 besten Weingütern des Wettbewerbs. Und darauf sind wir schon ein bisschen stolz...